SKEMA Kung Fu mit viel Frauenpower

Kung Fu mit viel Frauenpower

Kung Fu wird oft als reine Männerdomäne angesehen, doch bei der SKEMA brechen wir dieses Klischee konsequent auf. Schon bei unseren jüngsten Schülerinnen ist der Anteil an Mädchen beeindruckend hoch. Das zeigt:

Kung Fu begeistert Kinder und Jugendliche unabhängig vom Geschlecht gleichermassen. Denn Kung Fu vermittelt nicht nur körperliche Stärke, sondern fördert auch Selbstbewusstsein, Disziplin und innere Balance – Fähigkeiten, die für alle wichtig sind.

Besonders stolz sind wir auf unser vielfältiges und engagiertes Team weiblicher Instruktorinnen.

Sie sind nicht nur erfahrene Kampfkunstexpertinnen, sondern auch wichtige Vorbilder für Mädchen und Frauen, die sich in der Welt des Kung Fus bewegen möchten. Durch ihre individuellen Erfahrungen und ihre Leidenschaft sorgen sie dafür, dass sich alle Schülerinnen und Schüler wohl und gut aufgehoben fühlen.

Wir möchten Mädchen ermutigen, etwas Neues auszuprobieren und ihre innere Stärke zu entdecken. Kung Fu bietet dafür den idealen Raum, um Selbstvertrauen zu entwickeln und Grenzen zu überwinden – ganz unabhängig vom Geschlecht. Unsere Gemeinschaft lebt von gegenseitigem Respekt, Unterstützung und dem gemeinsamen Wunsch, über sich hinauszuwachsen.

Die Werte und Fähigkeiten, die du in der SKEMA Kung Fu lernst, wie Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen, Konzentration und Resilienz, sind nicht nur im Training wichtig. Sie helfen dir auch im täglichen Leben und im Beruf, Herausforderungen zu meistern, Entscheidungen sicher zu treffen und in Stresssituationen ruhig zu bleiben.

Beim SKEMA Open Doors 2026 kannst du live erleben, wie vielfältig und mitreissend Kampfkunst für jedes Alter und jedes Level ist. Egal ob jung oder alt, Anfängerin oder Fortgeschrittene, bei uns findest du eine starke Gemeinschaft, die dich auf deinem Weg begleitet und unterstützt.

Kung Fu ist für alle da – sei dabei und entdecke deine Kraft!

145 Kinder machen Tai Chi

Eine Primarschule in Rorschacherberg hat ihre Gesundheits‑Projektwoche mit einer besonderen Erfahrung eröffnet: SKEMA Tai Chi & Qi Gong für rund 145 Schülerinnen und Schüler sowie 20–40 Lehrpersonen. Während einer einstündigen Einheit tauchte die gesamte Schule in Bewegungen ein, die Ruhe, Konzentration und Gesundheit fördern; Werte, die bei SKEMA seit vielen Jahren im Zentrum stehen.

Ein ruhiger, kraftvoller Start in die Woche

Die Instruktorinnen und Instruktoren führten die Kinder durch einfache Atemübungen, Qi‑Gong‑Bewegungen und erste Tai‑Chi‑Elemente. Die Schülerinnen und Schüler machten engagiert mit und fanden schnell in die ruhigen, fliessenden Abläufe hinein. Eine Lehrerin meinte danach:

«So sollten wir immer am Montagmorgen in die Woche starten.»

Auch die Schulleitung zeigte sich beeindruckt von der Wirkung der Übungen und der konzentrierten Atmosphäre, die während der Stunde entstand. Organisiert wurde das Projekt von einem Lehrer, der sich über die positive Resonanz besonders freute.

Erfahrungen aus Rorschacherberg

Die Erfahrung in Rorschacherberg zeigt, wie gut ruhige, gesundheitsorientierte Bewegungsformen im Schulalltag aufgenommen werden. Tai Chi und Qi Gong unterstützen unter anderem:

  • Konzentration und Fokus
  • Stressabbau und innere Ruhe
  • Bewegungsfreude und Körperwahrnehmung
  • Achtsamkeit im Alltag

Die Übungen eignen sich für verschiedene Altersstufen und lassen sich gut in Projektwochen oder besondere Schulanlässe einbauen.

Möchten auch Sie Tai Chi & Qi Gong erleben?

SKEMA bietet Workshops und Schulprojekte für Klassen, Teams und ganze Schulen an. Wer Tai Chi und Qi Gong selbst kennenlernen möchte, kann ein Probetraining besuchen.

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SKEMA Kung Fu: Warum braucht es Prüfungen in der Selbstverteidigung?

Im Training ist vieles vertraut: Du kennst deinen Trainingspartner, den Trainingsort und die Situation. In einer echten Selbstverteidigungssituation ist das anders. Schreck, Stress und eine unerwartete Situation können dazu führen, dass Bewegungen, die im Training sicher funktionieren, plötzlich schwieriger werden. Genau deshalb ist es wichtig, auch unter ungewohnten Bedingungen zu trainieren.

Bei der SKEMA gibt es bewusst keine Wettkämpfe, denn Selbstverteidigung ist kein Sport. Im Training werden freie Selbstverteidigung und das Verhalten unter Stress geübt. Auch die Erhöhung der Resilienz gehört dazu. Die Selbstverteidigungsprüfung geht noch einen Schritt weiter: Andere Angreifer oder ein ungewohnter Ort können zeigen, ob das Gelernte auch ausserhalb der gewohnten Trainingssituation funktioniert. Dabei werden Unsicherheiten sichtbar, an denen anschliessend im Training weitergearbeitet werden kann.

Wie konsequent dieser Gedanke bei der SKEMA schon früher umgesetzt wurde, zeigt das folgende Video. Die Aufnahmen stammen ungefähr aus dem Jahr 1983 und zeigen die sechste von insgesamt elf Prüfungen. Diese bildet den Abschluss der Siu Lim Tau. Der damals verwendete Parcours wurde von Si Gung Suny Kamay entwickelt und fand für angehende Instruktoren draussen im Wald statt.

Die Prüflinge mussten einen Weg durch den Wald bewältigen. Entlang der Strecke waren Angreifer versteckt, die plötzlich hinter Bäumen oder Büschen hervorkamen und mit Fäusten, Fusstritten oder Waffen angriffen. Der Boden war uneben, die Umgebung ungewohnt und die Angriffe nicht vorhersehbar. Bestanden hatte, wer am Ende sicher und heil ankam. Der Parcours zeigt, wie Selbstverteidigung bei der SKEMA schon damals nicht nur als Techniktraining verstanden wurde.

Menschen zur realen Selbstverteidigung zu befähigen, war seit jeher ein Ziel der SKEMA. Si Gung Suny Kamay etablierte deshalb das Prüfungssystem, um Menschen in der Schweiz strukturiert zu unterrichten und sie Schritt für Schritt weiterzubringen. Eine Prüfung ist dabei nicht einfach ein Test, sondern eine Gelegenheit, die eigenen Fähigkeiten unter Druck zu erleben und Unsicherheiten zu erkennen.

Standhafter, selbstsicherer und gelassener zu werden, ist das Ziel unseres Trainings. Sich einer Prüfung zu stellen, Nervosität zu spüren und trotzdem klar zu bleiben, ist ein wichtiger Teil dieses Weges.

Achtsamkeit, die man spürt – SKEMA begleitet Suva‑Mitarbeitende mit Tai Chi & Qi Gong 

Ein Moment der Stille, der etwas in Bewegung setzt

Manchmal reicht ein einziger Moment der Stille, um etwas in Bewegung zu setzen.

Genau diesen Moment durften wir bei der Suva erleben, als Marcel Haas – Schulleiter der SKEMA Kampfkunst St. Gallen Ost – 18 Mitarbeitende in eine Welt führte, in der der Atem ruhiger wird, der Körper klarer spricht und Achtsamkeit greifbar wird.

Achtsamkeit über den Körper erfahrbar machen

Achtsamkeit ist für uns nicht einfach ein mentaler Zustand, sondern eine Fähigkeit, die entwickelt werden kann und im Körper verankert ist. Deshalb haben wir den Kurs so gestaltet, dass die Teilnehmenden Achtsamkeit wirklich spüren konnten. Schritt für Schritt führten wir sie an, ihren Körper wieder bewusster wahrzunehmen; eine Fähigkeit, die im Alltag schnell in den Hintergrund rückt.

Mit Elementen aus Tai Chi und Qi Gong lenkten wir den Fokus bewusst auf den Körper. Wir arbeiteten mit Atemtechniken, Alignment‑Übungen und achtsamen Bewegungssequenzen, die den Teilnehmenden halfen, ihre Körperwahrnehmung zu schärfen und ihre eigene Biomechanik zu zentrieren. Auch die sogenannte Stopp‑Übung – ein bewusstes Unterbrechen einer Bewegung – war Teil des Trainings. Abgeschlossen wurde der Kurs mit einer ruhigen und entspannenden Meditation.

Unser Ziel war es, Werkzeuge zu vermitteln, die im Alltag sofort anwendbar sind. Im Büro, unterwegs oder in Stresssituationen, in denen ein einziger bewusster Atemzug bereits einen Unterschied macht.

Warum Tai Chi & Qi Gong so gut funktionieren

In der SKEMA arbeiten wir seit vielen Jahren mit Tai Chi (Meditation in Bewegung) und Qi Gong. Diese Methoden helfen, Stress abzubauen, den Atem zu beruhigen und den Körper in Balance zu bringen. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Körperstruktur, ganz nach dem Prinzip „Body over Mind“: Wenn der Körper in seiner natürlichen Ausrichtung steht, findet auch der Geist leichter zur Ruhe.

Wir erleben immer wieder, wie kraftvoll diese Methoden wirken, sei es im regulären Unterricht oder in Firmenkursen wie diesem. Die Rückmeldungen bestätigen uns jedes Mal aufs Neue.

Was die Teilnehmenden erlebt haben
Die Gruppe der Suva war von Anfang an offen, interessiert und neugierig. Besonders intensiv wurde die Körperwahrnehmung erlebt – viele spürten schnell, wie eng Körper und Psyche miteinander verbunden sind. Eine Teilnehmerin erzählte uns, dass sie besonders viel für ihren Alltag mitnehmen konnte, sowohl beruflich als auch privat. Für sie war der Kurs ein wertvoller Input, um bewusster mit sich selbst umzugehen.

Auch andere Rückmeldungen zeigten, wie unterschiedlich und gleichzeitig bereichernd die Erfahrungen waren. Einige beschrieben, wie gut es tat, einmal aus dem Alltag auszubrechen und sich ganz auf den eigenen Körper zu konzentrieren. Andere fanden den Kurs „eine spannende und abwechslungsreiche Erfahrung“, die ihnen neue Impulse zum Thema Achtsamkeit gab. Besonders geschätzt wurde auch der Reminder, wieder mehr auf die eigene Körperhaltung zu achten, etwas, das im Arbeitsalltag schnell verloren geht.

Für uns war es schön zu sehen, wie die Übungen nicht nur verstanden, sondern wirklich erlebt werden konnten. Genau das macht für uns den Unterschied: Achtsamkeit wird erst dann wirksam, wenn sie im Körper ankommt.

Fazit – Achtsamkeit wirkt, wenn sie im Körper beginnt

Der Achtsamkeitskurs bei der Suva war für uns ein bereicherndes Erlebnis. Wir konnten zeigen, wie wirkungsvoll Achtsamkeit wird, wenn sie über den Körper vermittelt wird und wie schnell Menschen davon profitieren.

Wir bedanken uns herzlich bei der Suva und speziell bei Pascal Frommenwiler für das entgegengebrachte Vertrauen und die Offenheit der Teilnehmenden.

SKEMA Open Doors 2026 – Programm

Die Sommerferien sind gerade erst vorbei und schon laufen die Trainings in den SKEMA Schulen wieder auf Hochtouren!
Das ist gut so, denn wir wollen uns alle auf unseren Grossanlass SKEMA Open Doors 2026 gut vorbereiten.

Wir geben unser Bestes, dass der Anlass für alle zu einem super Erlebnis wird – ein Fest für jung und alt!
Wir freuen uns darauf mit dir, deiner Familie und deinen Freunden und Bekannten in der Saalsporthalle zu sein und den grössten Kampfkunstanlass der Schweiz gemeinsam zu erleben! 

Programm Highlights:
10:00 Uhr – Offizielle Eröffnung und Begrüssung
10:05 Uhr – Start 1. – 3. Kinderprüfungen 
11:00 Uhr – Instruktorinnen in der SKEMA – Frauen sind ein tragender Teil des Teams
11:40 Uhr – Tai Chi Vorführung
12:00 Uhr – Start 4. – 8. Kinderprüfungen
13:40 Uhr – Qi Gong Mitmachprogramm «Energie-Rohr» – erleben Sie Energie hautnah
14:00 Uhr – Start 1. – 8. Jugend-Selbstverteidigungs Prüfungen und Start 11. Erwachsenen Kung Fu Prüfung
15:00 Uhr – Die Geschichte der SKEMA – Ursprung, Entwicklung und Leitgedanke
15:30 Uhr – Start 1. – 11. Erwachsenen-Kung Fu Prüfungen

Mit grosser Vorfreude auf unseren Anlass wünschen wir dir viel Freude und Power im Training.

Kampfkunst bei der SKEMA: Kung Fu, Selbstverteidigung, Qi Gong und Tai Chi durchs ganze Jahr

Die Sommerferien sind vorbei und wir trainieren bei der SKEMA genauso weiter wie bisher. Alle Schulen bleiben offen und unser Training in Kung Fu, Qi Gong, Tai Chi und Energietraining läuft das ganze Jahr ohne Unterbruch. Beständigkeit gehört für uns zum Weg der Kampfkunst und wir freuen uns über alle, die weiterhin fleissig kommen und dranbleiben.

Ob Kinder Kung Fu, Jugendtraining, Erwachsenen Kung Fu oder Qi Gong und Tai Chi: Jetzt ist ein guter Moment, um wieder voll einzusteigen, Fortschritte zu machen oder Neues zu entdecken. Wer neu beginnen möchte, ist jederzeit willkommen. Ein unverbindliches Probetraining ist jederzeit möglich.

Ein wichtiger Termin steht ebenfalls bevor. Am 24. Oktober finden die SKEMA Open Doors 2026 statt. An diesem Tag werden Prüfungen durchgeführt und wir freuen uns darauf, viele motivierte Teilnehmer zu sehen. Nutzt die kommenden Wochen, um euch gut vorzubereiten und den Termin schon jetzt vorzumerken.

Wir freuen uns auf die kommenden Trainings mit euch!

Suny Kamay mit Pa Cham Dao

Vom Erbe Ip Mans zur Schweiz. Suny Kamay, der Wegbereiter, der Wing Chun Kung Fu in die Schweiz brachte | SKEMA Kung Fu History

Suny Kamay wurde 1985 auf Lebenszeit in die Ip Man Martial Arts Association aufgenommen. Diese ermächtigte ihn, Wing Chun Kung Fu weltweit zu verbreiten und zu repräsentieren.


Er war der erste «Weisse», der 1988 die Pa Cham Dao (Schmetterlings- oder auch Wolfsmesser genannt) und damit das gesamte Wing Chun System vollständig erlernte. Er tat dies zugleich aus zwei Quellen: zum einen beim leiblichen Sohn von Grossmeister Ip Man, Ip Chun, in Hongkong und zum anderen bei Felix Leong in Adelaide, Australien.

Suny Kamay wurde von Lo Man Kam in die Schmetterlingsmesser eingeführt. Bruce Cheng brachte ihm die ersten drei Sections bei, während Ip Chun, der Sohn von Ip Man, ihm danach die vollständige Form mit allen acht Sections vermittelte.
Zusätzlich unterrichtete ihn Felix Leong in einer weiteren vollständigen Pa Cham Dao Form mit zehn Sections. Suny Kamay beherrschte somit sowohl die komplette 8-Sections-Version von Ip Chun als auch die vollständige 10-Sections-Version von Felix Leong.

Felix Leong geniesst in der Wing Chun Szene Anerkennung, da er internationale Vollkontakt-Wettkämpfe sowie Wettkämpfe in China gewann und zudem als Türsteher praktische Erfahrungen in realen Auseinandersetzungen sammelte.

Eine ähnliche Verbindung zwischen Kampfkunst und Realität prägte auch Suny Kamay. Bereits 1978 arbeitete er als Bouncer für mehrere Clubs an der Langstrasse in Zürich. Seine Erfahrungen aus diesen Situationen liess er in Form von Gassentechniken in sein Unterrichtssystem einfliessen.

Dabei standen insbesondere Situationen im Mittelpunkt, die im klassischen Training oder im Ring oft nicht berücksichtigt werden, wie der Kampf gegen mehrere Gegner, Angriffe aus dem Hinterhalt sowie die Verteidigung gegen alltägliche Gegenstände, die als Waffen eingesetzt werden können, beispielsweise Flaschen, Messer oder Barhocker.

Suny Kamay betonte stets, dass Fairness auf der Strasse nicht anzutreffen sei: «Die Strasse hat ihre eigenen Regeln.» Wer einem scheinbar schwächeren oder kleineren Gegner gegenübersteht, sollte niemals unterschätzen, dass dieser möglicherweise eine Waffe bei sich trägt oder nicht alleine ist.

Die Menschen, die Suny Kamay zu einem tieferen Verständnis dessen führten, was er zuvor gelernt hatte, waren vor allem seine späteren Lehrer. In der Kampfkunst war das sein späterer Meister Abay José Milan Go. Er öffnete Suny Kamay eine völlig neue Sichtweise auf die Kampfkunst und ihre tiefere Bedeutung.
Von Guru Lin – Nene Ranudo (Vicente Ranudo Jr.) lernte er, was menschliches Leben sein könnte und sein sollte. Er war der leibliche Sohn von Meister Hilarion (Vicente Ranudo Sr.).

Tang Sang – Der unbekannte Vertraute Ip Mans und Förderer von Suny Kamay | SKEMA Kung Fu History

Tang Sang war Vorsitzender der Hong Kong Chinese Martial Arts Association, dem Dachverband der chinesischen Kampfkünste in Hongkong. Unter seiner Leitung waren rund 650 Sifus (Kung Fu Lehrer) organisiert.


Obwohl Tang Sang ein direkter Schüler und enger Vertrauter von Ip Man war, blieb sein Name in der Wing Chun- und Kampfkunstszene lange Zeit weitgehend verborgen. Dafür gab es einen triftigen Grund: Er arbeitete bei der Kriminalpolizei von Hongkong und musste aus beruflichen Gründen möglichst anonym bleiben. Tang Sang war leitender Kriminalbeamter (Chief Inspector of Detectives) der damaligen Royal Hong Kong Police Force.

Tang San und Ip Man
Tang Sang und Ip Man

Dies erklärt auch, weshalb viele seiner Wing Chun Schüler und Trainingspartner ebenfalls Polizisten waren. Ip Man unterrichtete in den 1960er-Jahren mehrere Beamte der Hongkonger Polizei privat, darunter auch Tang Sang.

Tang Sang erkannte früh das Talent und den aufrichtigen Charakter von Roland Krauer (Suny Kamay) und wollte ihn persönlich fördern. Nachdem er bei einer Schiesserei schwer verletzt worden war und eine Kugel seine Schulter durchschlagen hatte, konnte er das persönliche Training von Suny Kamay jedoch nicht selbst übernehmen. Vor Mitgliedern des Ip-Man-Clans äusserte er die Überzeugung, dass Rolli (Suny Kamay) derjenige sein werde, der das Wing Chun entscheidend weiterentwickeln würde. Aus diesem Grund setzte er sich dafür ein, dass Suny Kamay mit den fähigsten Vertretern des Systems trainieren und von ihrem Wissen profitieren konnte.

Kung Fu Training: Suny Kamay mit Tang San
Suny Kamay und Tang Sang im Training

1967 fertigte Tang Sang die heute berühmten 8-mm-Filmaufnahmen von Ip Man an. Sie zeigen den Grossmeister bei der Ausführung verschiedener Wing-Chun-Formen in deutlich besserer gesundheitlicher Verfassung als die bekannteren Aufnahmen aus dem Jahr 1972, die kurz vor seinem Tod entstanden. Die Filmaufnahmen von 1967 blieben jahrzehntelang unveröffentlicht und waren nur einem kleinen Personenkreis zugänglich.

Die Originalfilme und Dokumente wurden damals unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen in einem Aktenkoffer transportiert, der mit Handschellen gesichert war. Tang Sang wollte diese wertvollen Unterlagen Suny Kamay anvertrauen. Aus Respekt lehnte dieser jedoch ab und erklärte, dass es sich für ihn um geistiges Eigentum des Ip-Man-Clans handle. Eine Aufgabe übernahm er dennoch: Er ordnete und strukturierte die Originalfotografien der Wooden Dummy (Muk Yan Jong), wie das Foto weiter unten zeigt.

Suny Kamay ist Tang Sang bis heute für dessen Förderung, Vertrauen und Fürsorge zutiefst dankbar. Dennoch führte ihn sein eigener Weg schliesslich auf die Philippinen zu seinem späteren Meister Abay José Milan Go, der ihm die tiefsten Einblicke in die Kampfkunst vermittelte und sein Verständnis nachhaltig prägte.

Tang Sangs Aussage sollte sich bewahrheiten: Suny Kamay entwickelte das Wing Chun über Jahrzehnte hinweg konsequent weiter. Durch sein intensives Studium entwickelte er das traditionelle Chi Sao und Chi Gurk, die Sensorik- und Gefühlsschulung der Arme und Beine, zu einem ganzheitlichen Körpersystem weiter, das die Prinzipien des Wing Chun auf den gesamten Körper überträgt.

Qi Gong (auch Chi Gong oder Chi Kung genannt) bedeutet so viel wie „Kultivierung der Lebensenergie“. Es umfasst sanfte, gezielte Bewegungen, Atemübungen und Achtsamkeit.

Qi Gong erklärt: Was ist es und warum ist es wichtig?

Unser Alltag wird immer schneller. Die Tage sind kurz, To-do-Listen lang, und oft bleibt kaum Zeit, um einfach durchzuatmen. Viele suchen dann Erholung im zweiwöchigen Urlaub an der Sonne, um „die Batterien wieder aufzuladen“. Doch braucht es wirklich Ferien, um neue Energie zu finden?

Genau hier setzt SKEMA Qi Gong an, das Energie Training, welches von unserem SiGung Suny Kamay speziell an die Anforderungen unseres modernen Alltags angepasst und weiterentwickelt wurde.

Was ist Qi Gong?

Qi Gong (auch Chi Gong oder Chi Kung genannt) bedeutet so viel wie „Kultivierung der Lebensenergie“. Es umfasst sanfte, gezielte Bewegungen, Atemübungen und Achtsamkeit. Alles mit dem Ziel, den Energiefluss im Körper zu harmonisieren. Mit regelmässigem Training lernst du, deine Energie bewusst zu lenken und Körper, Geist und Emotionen in Einklang zu bringen.

Warum ist Qi Gong wichtig?

Durch Stress, Hektik und Bewegungsmangel gerät unser Körper oft aus dem Gleichgewicht. Qi Gong hilft dabei, dieses innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Es stärkt die Gesundheit, verbessert die Konzentration und schenkt Gelassenheit im Alltag. Schon wenige Minuten täglicher Praxis können dir helfen, ruhiger, ausgeglichener und wacher zu werden.

Lust, es selbst auszuprobieren?

Wenn du Qi Gong regelmässig trainieren und seine Wirkung selbst erleben möchtest, dann komm zu einem Probetraining in einer SKEMA Schule deiner Wahl.

Erlebe, wie gut sich neue Energie anfühlt – auch ohne Urlaub.

Unverbindliche Anmeldung zum Probetraining

Qi Gong – SKEMA Energie und Kampfkunst

Infofilm

Kap Chang Suny Kamay - SKEMA Kung Fu History

Vom „Swiss Rocky“ zum Ehrengast in Taiwan | SKEMA Kung Fu History

Suny Kamay machte sich ab 1981 in Taiwan durch hartes Training, Kämpferherz und Aufrichtigkeit einen Namen. Täglich trainierte er sieben Stunden oder mehr.

Sein Können blieb nicht unbemerkt: Sowohl in Taipeh als auch in Festlandchina wurde er öffentlich auf der Strasse zu Duellen herausgefordert. In dieser Zeit erhielt Suny Kamay den Beinamen «Swiss Rocky».


1985 wurden Suny Kamay und seine Schüler von Vertretern der taiwanesischen Regierung zu Fernsehauftritten und persönlichen Begegnungen eingeladen. In vielen Teilen Asiens geniesst traditionelle Kampfkunst ein hohes Ansehen und wird mit Werten wie Ehre, Respekt, Disziplin und Vertrauen verbunden. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft praktizieren Kampfkünste oder haben diese im Laufe ihres Lebens ausgeübt.

Kung Fu fördert nicht nur körperliche Fähigkeiten, sondern auch Charaktereigenschaften wie Disziplin, Ausdauer, Respekt und Selbstbeherrschung. Diese Werte sollen nicht nur im Training, sondern auch im Alltag gelebt werden.
Die Schweizer Presse griff die aussergewöhnlichen Begegnungen damals auf und titelte unter anderem: «Winterthurer Kung-Fu-‚Papst‘: Taiwan-Staatschef ist ‚älterer Bruder‘!»


Für Suny Kamay und das KARK-Team (die SKEMA hiess damals noch KARK: Kampfkunst Akademie Roland Krauer) waren diese Einladungen eine grosse Ehre. Gleichzeitig verfolgten sie damals wie heute keine politische Agenda. Im Mittelpunkt standen stets der kulturelle Austausch sowie die Pflege und Weitergabe der traditionellen Kampfkunst.