Suny Kamay machte sich ab 1981 in Taiwan durch hartes Training, Kämpferherz und Aufrichtigkeit einen Namen. Täglich trainierte er sieben Stunden oder mehr.
Sein Können blieb nicht unbemerkt: Sowohl in Taipeh als auch in Festlandchina wurde er öffentlich auf der Strasse zu Duellen herausgefordert. In dieser Zeit erhielt Suny Kamay den Beinamen «Swiss Rocky».

1985 wurden Suny Kamay und seine Schüler von Vertretern der taiwanesischen Regierung zu Fernsehauftritten und persönlichen Begegnungen eingeladen. In vielen Teilen Asiens geniesst traditionelle Kampfkunst ein hohes Ansehen und wird mit Werten wie Ehre, Respekt, Disziplin und Vertrauen verbunden. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft praktizieren Kampfkünste oder haben diese im Laufe ihres Lebens ausgeübt.
Kung Fu fördert nicht nur körperliche Fähigkeiten, sondern auch Charaktereigenschaften wie Disziplin, Ausdauer, Respekt und Selbstbeherrschung. Diese Werte sollen nicht nur im Training, sondern auch im Alltag gelebt werden.
Die Schweizer Presse griff die aussergewöhnlichen Begegnungen damals auf und titelte unter anderem: «Winterthurer Kung-Fu-‚Papst‘: Taiwan-Staatschef ist ‚älterer Bruder‘!»




Für Suny Kamay und das KARK-Team (die SKEMA hiess damals noch KARK: Kampfkunst Akademie Roland Krauer) waren diese Einladungen eine grosse Ehre. Gleichzeitig verfolgten sie damals wie heute keine politische Agenda. Im Mittelpunkt standen stets der kulturelle Austausch sowie die Pflege und Weitergabe der traditionellen Kampfkunst.