Die Schulprojekte in St. Gallen feiern dieses Jahr Jubiläum. Bereits seit zehn Jahren unterrichten Instruktorinnen und Instruktoren der SKEMA Kampfkunstakademie Kindergartenkinder in Kung Fu. Dieses langjährige Engagement wäre ohne das Vertrauen und die wertschätzende Zusammenarbeit mit den Kindergärtnerinnen und den Schulleitungen nicht möglich. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.
Im Schulhaus Halden durfte in diesem Jahr erstmals auch die Gruppe von Regina Gabathuler in der SKEMA Schule unterrichtet werden. Ebenso nahmen die Kindergärten des Schulhauses Krontal den zusätzlichen Fussweg zur SKEMA Schule auf sich. Dieser Mehraufwand erwies sich als echter Gewinn für das Projekt: Der offizielle Trainingsraum mit seinem Mattenboden und der authentischen Kung-Fu-Atmosphäre bietet optimale Voraussetzungen für konzentriertes Lernen und erfolgreiches Training. Für diesen zusätzlichen Einsatz danken wir den Kindergärtnerinnen herzlich.
Im Schulhaus Oberzil, in dem das Projekt zum siebten Mal durchgeführt wurde, erwies sich insbesondere die Unterstützung älterer Schülerinnen und Schüler als wertvoll. Diese Kinder üben sich in der Kampfkunst seit einigen Jahren in der SKEMA Schule St. Gallen Ost.
Zwei Kinder konnten während ihrer Unterrichtszeit jeweils an drei Lektionen teilnehmen und den Kindergartenkindern als Vorbilder die Übungen vorzeigen. Dieses altersübergreifende Lernen ist ein wichtiger Bestandteil des Kung Fu. Die Kinder lernen nicht nur durch Erklärungen, sondern vor allem durch Beobachten, Nachahmen und gemeinsames Üben.
Ein besonders schönes Zeichen gelebter Hilfsbereitschaft setzte ein Junge, der sogar in seiner Freizeit an den Lektionen teilnahm, um die Kindergartenkinder zu unterstützen. Für dieses aussergewöhnliche Engagement wurde er an der Abschlussprüfung der Gruppe besonders ausgezeichnet. Sein Einsatz verkörperte einen der wichtigsten Grundsätze der Kampfkunst: Der Stärkere hilft dem Schwächeren. Dieser Gedanke prägt unseren Unterricht und vermittelt den Kindern Werte, die weit über das Training hinaus von Bedeutung sind.
Im Schulhaus Hof nahmen drei Kindergärten am Projekt teil. Die Schulleitung besuchte die Abschlussprüfung, um sich persönlich ein Bild vom Projekt und den Fortschritten der Kinder zu machen. In der anschliessenden Rückmeldung wurde das Projekt ausdrücklich gelobt und insbesondere als wertvoller Beitrag zur Gewaltprävention auf dem Pausenplatz hervorgehoben.
Besonders beeindruckt zeigte sich die Schulleitung von einer Übung, bei der die Kinder bewusst innehalten und ihre Reaktion überdenken mussten, bevor sie handelten. Gerade diese Fähigkeit zur Selbstkontrolle und zum bewussten Entscheiden ist ein zentrales Element des Unterrichts und trägt dazu bei, Konflikte frühzeitig zu entschärfen.